Oase Newsletter 02 | 2026

24. Juni 2026 / Oase Gruppe / Allgemein

Liebe Leserinnen und Leser

Wir sind bereits mitten im Sommer angekommen. Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, dürfen wir stolz feststellen: Gemeinsam haben wir viel erlebt, geschaffen, kreiert und umgesetzt.
Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung unserer neunten Oase im Frühling. Spannend war dabei nicht nur die Umsetzung des Projekts selbst, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen – etwa auf die beeindruckende Einkaufsliste, die für die Einrichtung einer neuen Oase benötigt wird. Shopping auf höchstem Niveau!

Und die Reise geht weiter: Neue spannende Bauprojekte sind am Start, die unsere Oase Familie vergrössern werden.

Immer wieder begegnet uns die Frage: Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, in eine Oase einzutreten? In dieser Ausgabe schildern unsere Seniorinnen und Senioren ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zu diesem Thema.

Doch unsere Oase wächst nicht nur baulich. Wir freuen uns auch über zahlreiche neue Mitarbeitende, die unser Team bereichern. Einer von ihnen ist Stefan Hilsdorf. In diesem Newsletter stellt er sich vor und gibt Einblicke in seinen Werdegang und seine Persönlichkeit. Lieber Stefan, schön, dass du Teil des Oase Teams bist.

Ebenfalls neu bei uns begrüssen dürfen wir Noëmi Müller-Sarkar. Sie übernimmt die Leitung von Oase Dähei und berichtet über ihre Visionen, Ideen und Ziele für die Zukunft. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Schritte und die Weiterentwicklung dieses wichtigen Angebots.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Eintauchen in unseren Newsletter. Lassen Sie sich inspirieren, entdecken Sie die Geschichten hinter unseren Projekten und erleben Sie ein Stück Oase Alltag mit uns.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit und viel Vergnügen beim Lesen.

Liebe Grüsse
Nathalie Küffer

Oase Newsletter 02 2026


 

Mitbestimmen statt mitfahren – Ferienplanung in den Oasen

Vielleicht haben Sie es schon mitbekommen: Seit einigen Jahren verreisen wir jeden Sommer mit unseren Senior:innen. Was viele nicht wissen: Die Reise gestalten die Teilnehmenden weitgehend selbst.

In der Oase Rümlang ist das mittlerweile Routine. Bereits zum vierten Mal geht es in die Ferien, und das Team ist ein eingespieltes Planungsbüro. «Wir reisen mit mehreren Autos an. Die Flexibilität ist viel grösser, als wenn alle zusammen im Car sitzen», erklärt Esther.Der Prozess startet jeweils Ende Jahr mit einer Umfrage: Wohin würden Sie gerne reisen? Danach wird abgestimmt, das Hotel ausgewählt und der Transport geplant. Zum Schluss kommt der Feinschliff: Welche Ausflüge und Aktivitäten sind gewünscht, soll der Fokus auf der Kultur oder der Kulinarik liegen – oder auf beidem?

Spannend wird es bei der monatlichen Sitzung. Die Senior:innen erscheinen bestens vorbereitet: Agenda, Notizbuch und Landkarte liegen bereit. Es wird diskutiert, abgewogen, vorgeschlagen. Auch über Begleitpersonen sprechen sie mit: «Mindestens ein Mann sollte schon dabei sein», findet die Gruppe.

Die einen wollen jedes Detail mitgestalten, andere sind einfach gerne dabei. Genau diese Mischung macht unsere Reisen so besonders.

Seien Sie gespannt. Im nächsten Newsletter erzählen wir Ihnen, wie die Reise und die langersehnten Ferien der Oase Churwalden in Elba waren.

Ein Ausschnitt aus der Einkaufsliste der Oase Bassersdorf

Im Gespräch mit Stefan Hilsdorf

Lieber Stefan, stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was hat dich beruflich geprägt?
Ich bin Stefan Hilsdorf und verantworte bei der Oase das interne Projektmanagement. Geprägt haben mich mich meine Wurzeln in der Hotellerie. Dort habe ich gelernt: Dienstleistungskultur und Qualität sind das Fundament. Aber die wichtigste Erkenntnis aus meinem bisherigen Werdegang ist, dass Menschen eben Menschen sind. Egal in welcher Branche man arbeitet, es beschäftigen uns oft die gleichen Themen. Kommunikation und eine vertrauensvolle persönliche Zusammenarbeit sind für mich daher der absolute Grundstein für jedes erfolgreiche Projekt.

Du hast unter anderem die Butlerschule in Belgien besucht – eine eher ungewöhnliche Station in einem Lebenslauf. Was hat dich daran fasziniert und was nimmst du heute noch aus dieser Zeit mit?
Fasziniert hat mich vor allem dieser extrem hohe Anspruch an Qualität und Perfektion sowie das Konzept der Antizipation. Man lernt dort, Situationen gedanklich durchzuspielen und Lösungen parat zu haben, noch bevor ein Problem überhaupt auftritt. Es war eine unheimlich spannende Erfahrung, in diese exklusive Welt hineinzuschnuppern. Was ich heute noch mitnehme? Das Bewusstsein, dass eine gute Vorbereitung und der Blick für das Detail im Hintergrund den entscheidenden Unterschied machen.

Wie bist du zur Oase gekommen und was hat dich überzeugt, Teil des Teams zu werden?
Ich habe mich umgeschaut, wie es beruflich für mich weitergehen kann, und bin dabei auf die Oase-Gruppe gestossen. Die gesamte Aufmachung, zum Beispiel online, und die Kultur, die aus der Webseite sprach, haben mich sofort angesprochen und ich hatte direkt ein sehr gutes Gefühl. Ich habe mich dann initiativ gemeldet mit der klaren Idee, dass ich gerne ein Teil dieses Unternehmens werden möchte. Die Möglichkeiten der Gruppe und das menschliche Miteinander haben mich letztlich vollends überzeugt.

Welche Themen oder Projekte stehen für dich gerade ganz oben auf der Liste und worauf freust du dich in den nächsten Monaten besonders?
Aktuell nehme ich mich besonders dem Thema Zentraleinkauf an. Parallel dazu liegen mir die Prozessverbesserung und -steuerung sowie die Digitalisierung am Herzen. Auch Qualitätsthemen, wie unsere Befragungen, sind ein grosser Fokus. Ich freue mich darauf, diese Strukturen so weiterzuentwickeln, dass sie das gesamte Team im Alltag spürbar unterstützen.

Zum Abschluss noch etwas Persönliches: Wie tankst du Energie, wenn du nicht gerade Projekte für die Oase steuerst?
Hauptsache draussen und in Bewegung! Ob ich mit dem Motorrad unterwegs bin oder mit dem Velo und dem Zelt die Natur erkunde – ich brauche den sportlichen Ausgleich. Ich geniesse es sehr, draussen in der Natur zu sein, verbringe aber natürlich auch unheimlich gerne Zeit mit meiner Familie. Diese Mischung aus Aktivität und Zeit mit meinen Liebsten ist mein perfekter Energielieferant.


 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Umzug in eine Seniorenwohnung?

Diese Frage stellen sich nicht nur Senior:innen, sondern genauso die Angehörigen, die miterleben, wie Haus, Garten oder Treppe schleichend zur Belastung werden. Heidi Sommer (80) und Rolf Neubert (87) leben beide in der Oase Obergösgen. Sie haben den Schritt zu unterschiedlichen Zeitpunkten getan, sind sich aber in einem einig: Lieber zu früh als zu spät.

Rolf zog vor gut fünf Jahren mit seiner Frau in die Oase. Beide erkrankten 2021 schwer an Covid und entschieden noch im Spital, ihr Haus zu verkaufen. Ein Jahr später erlitt seine Frau einen Schlaganfall und Rolf war doppelt froh, dass Hilfe bereits in nächster Nähe war. Seine Lehre: Man entscheidet besser, solange man kann, und nicht erst, wenn man muss. Auch Heidi lebt seit rund eineinhalb Jahren in der Oase. Als sie das Seniorenzentrum vor fünf Jahren zum ersten Mal sah, sagte sie noch entschieden: «Hier geh ich nie hin!» Heute lacht sie darüber. Sie wohnte mit ihrem Mann zuerst im Haus, später in einer Blockwohnung. Irgendwann wurde die Arbeit zu viel. Sie meldete sich bei der Oase, besichtigte eine Wohnung und war begeistert. Eingezogen, ausgepackt, eingerichtet – alles in derselben Nacht. Heute sagt sie überzeugt: «Irgendwann tragen die mich hier mal raus. Aber hier bleib ich.»

Beide sind sich einig: Mit 80 sollte man sich spätestens fragen, wie man sein Leben weiter gestalten möchte – Heidi findet 80 sogar schon zu spät. Wichtig ist, zu entscheiden, solange man gesund ist und selbst auswählen kann. Ein früherer Einzug hat den Vorteil, dass man noch die Kraft hat, neue Kontakte zu knüpfen und Teil der Gemeinschaft zu werden.

Wer noch zögert: Die Anmeldung auf der Interessentenliste der Oase ist unverbindlich und kostenlos. Ein erster Schritt, der Zeit zum Nachdenken gibt und Wahlfreiheit, wenn der richtige Moment kommt.

 


 

Palliative Care in der Oase Gruppe

Palliative Care umfasst die Betreuung und Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Palliative Care beugt Leiden und Komplikationen vor. Sie schliesst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung mit ein. Mit Palliative Care wird auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner umfassend eingegangen.

Palliative Care beginnt frühzeitig im Verlauf einer unheilbaren Krankheit beziehungsweise bei altersbedingter Gebrechlichkeit. Dieser frühzeitige Ansatz ermöglicht es, die verbleibende Lebenszeit den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechend zu gestalten und eine kontinuierliche Behandlung und Begleitung zu planen. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen dabei Menschen mit Demenz – eine Fokusgruppe von Palliative Care.

In der Oase Gruppe ist Palliative Care ein zentraler Bestandteil unserer Pflege. Unser Ziel ist es, dass unsere Bewohner:innen mit optimaler Symptomkontrolle und individueller Begleitung bis zuletzt in Würde und geborgen leben können.

Leitbild von Palliative Care
Ganzheitliche Versorgung: Körperliche, psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse werden gleichermassen berücksichtigt.
Wertschätzung und Selbstbestimmung: Die Wünsche und Entscheidungen der Bewohner:innen stehen im Mittelpunkt.
Teamarbeit: Alle Mitarbeitenden, von der Pflege über die Therapie bis zur Verwaltung, sind in Palliative Care geschult, denn Palliative Care geht uns alle an.
Ein zentraler Baustein: der Palliative-Notfallplan

Ein besonders wichtiger Aspekt unserer Palliative Care ist der Palliative-Notfallplan.

  • Der Plan enthält alle wichtigen pflegerischen und medizinischen Informationen zu den Betroffenen.
  • Er wird situationsabhängig angepasst, um auf Veränderungen im Krankheitsverlauf flexibel reagieren zu können.
  • Durch den Notfallplan ist eine optimale Symptomkontrolle jederzeit gewährleistet.
  • Er ermöglicht den Bewohner:innen, in der Oase zu bleiben und nicht ins Spital verlegt werden zu müssen, selbst in kritischen Situationen.

Interdisziplinäres Arbeiten
Unsere Palliative Care erfolgt interdisziplinär: Pflegepersonen, Ärztinnen, Therapeutinnen, Sozialdienst und Seelsorge arbeiten eng zusammen. So können wir die bestmögliche Symptomkontrolle und eine individuelle Betreuung sicherstellen. An jedem unserer Standorte arbeiten wir eng mit der Fachperson Palliative Care, den Pflegeexpertinnen und internen Thementrägern zusammen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Mitarbeitenden fachlich unterstützt werden, Wissen kontinuierlich weitergegeben wird und die bestmögliche Versorgung unserer Bewohner:innen gewährleistet ist.

Fazit

In der Oase Gruppe verstehen wir Palliative Care als gemeinsame Verantwortung. Mit unserem Leitbild, den Schulungen für alle Mitarbeitenden und dem Palliative-Notfallplan schaffen wir eine Umgebung, in der Bewohner:innen geborgen, gut versorgt und respektiert bis zuletzt leben können.

 


 

Jasminas Weg von der Service Angestellten zur Leitung Gastronomie

Ein Leben, das früh Verantwortung verlangte und ein Neuanfang unter schwierigen Bedingungen
Jasmina Kojic wuchs als Bauerntochter in einfachen Verhältnissen im Kosovo auf. Sie absolvierte in jungen Jahren eine Ausbildung zur Apothekerin und arbeitete mehrere Jahre auf diesem Beruf.

Doch ihr Leben nahm eine abrupte Wendung: Während des Krieges flohen sie, ihr Mann Brani und ihr damals knapp dreijähriger Sohn in die Schweiz. Ihr neues Leben begann im Asylzentrum und war geprägt von Ungewissheit und langem Warten. Der Sonntag war dabei der beste Tag der Woche – nicht etwa, weil sie dann frei hatten, sondern weil keine Post kam.

Heute, 18 Jahre später, ist die Schweiz längst ihr Zuhause geworden. Und schon bald werden sie Schweizer Staatsbürger sein, sagt Jasmina stolz und strahlt. Kürzlich konnte sich die Familie sogar den Traum von einer eigenen Wohnung mit Garten erfüllen.

Ein beeindruckender beruflicher Aufstieg
Vor ihrer Zeit in der Oase arbeitete Jasmina sechseinhalb Jahre als Küchenhilfe im Altersheim Weierbach in Eglisau. Im Frühjahr 2023 startete sie dann in der Oase am Rhein mit einem 60-Prozent-Pensum im Service. Was folgte, zeigt eindrücklich ihren Einsatz und ihre Entwicklung. Bereits nach sechs Monaten wurde sie zur Stellvertretung Leitung Gastronomie befördert, und im Mai 2025 konnte Jasmina die Leitung übernehmen. Heute führt sie das siebenköpfige Gastro-Team mit grossem Engagement und Herzblut.

Erfolg, Motivation und Visionen
Der Erfolg des kleinen Restaurants lässt sich sehen, denn mittlerweile kommen auch viele externe Gäste und ganze Gruppen mit bis zu 50 Personen. Die erfreulichen Resultate motivieren Jasmina, noch besser zu werden. Sie ist ambitioniert: Wenn sie etwas verbessern kann, tut sie dies auch. Und sie hat eine Vision: Bald möchte das Restaurant Oase am Rhein auch Catering anbieten. «Ich bin sehr zufrieden, denn es läuft sehr gut und ich bin stolz auf mich», sagt sie.

Teamgeist und Haltung
Für Jasmina ist klar: Wer etwas gerne macht und ein Ziel vor Augen hat, kann viel erreichen. Auch ihr Team trägt wesentlich zum ausgezeichneten Arbeitsklima bei. Vierzehn Jahre lang arbeitete Jasmina zusätzlich als Reinigungskraft. Auch diese Tätigkeit machte ihr Freude; sie war dankbar, arbeiten zu können.

Ihr Weg zeigt: Nichts wurde Jasmina geschenkt, sie hat sich alles selbst erarbeitet. Jasmina macht mit ihrer Art einen Unterschied. Senioren, Bewohnende, Mitarbeitende und Vorgesetzte schätzen sie sehr; das spürt man, wenn man vor Ort ist.

Blick nach vorne
Stillstand ist für Jasmina keine Option: Sie möchte ihre Deutsch- und Computerkenntnisse verbessern und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

 


 

 

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